Unsere "G'frasta" Anka & Kitaro

 

Das 1. Semmering Snow Shoeing 2012

Die erste heurige Aktion in unserem Club war das 1. Semmering Snow Shoeing im Jänner. Lange ausgeschrieben, fand sich dann doch wieder einmal nur der harte Kern ein, der dabei war. Astrid, die ja "um die Ecke" vom Semmering wohnt, hatte die Strecke für uns ausgesucht.

Ausgangspunkt war direkt am Semmering, wo wir uns um 9 Uhr morgens bei herrlichem Sonnenschein trafen. Jeder dick angezogen, mit sämtlichem Gepäck im Rucksack, Schneeschuhen und Stöcken. Astrid kam mit Hundeschlitten und ihren beiden Wauzis. Ich nahm Anka mit, Chris hat ja noch immer keinen Hund, und Max ließ "aus Sicherheitsgründen", wie er betonte, seine Hunde auch zu Hause.

Der Weg führte uns vom Semmering weg, in Richtung Thalhof und sollte hin- und retour ca. 16 Kilometer lang sein. Geplant war eine längere Rast und Pause direkt am Thalhof. Relativ schnell waren wir für den Abmarsch fertig und machten uns auf den Weg. Die Kälte war ertragbar, es dürfte irgendwo so um die Null Grad gehabt haben. Doch wie sagen wir immer? Es gibt weder schlechtes noch kaltes Wetter, sondern nur unzureichende Kleidung!

Anfangs latschten wir den vereisten Trail entlang, ohne die Schneeschuhe anzuschnallen. Es war zu wenig Schneeauflage, um sie gut einsetzen zu können. Es ging stetig bergauf. Nicht steil aber doch in einem durchgehenden Anstiegswinkel. Die Tafeln am Trailrand zeigten uns die zurückgelegten Kilometer an. 1, 1.5, 2, 2.5 ... die Strecke war gut zu gehen, und das Aussichtspanorama einfach traumhaft. Bei Kilometer 4.5 wurde dann die Schneedecke dicker, und wir konnten endlich unsere Schneeschlappen anlegen. Zuhause beim ersten Test lag ich ein paar mal flach, und nun stieg das ungute Gefühl in mir hoch, dass sich meine schwarze Ratte wieder mal an der Leine aüfführen würde, und ich hier am Berg auch auf der Schnauze liegen würde. Doch nichts trat ein. Es verlief glatt wie es sollte. Anka legte sich ganz leicht auf Zug in die Leine, und ich stapfte ihr hinterher.

Super! Es ging weit besser als erwartet. Die neuen Schneeschuhe zeigten was sie konnten, und der Gripp war tadellos. So legten wir wieder ein paar Kilometer zurück. Dann kamen wir zur Abzweigung direkt zum Thalhof, und standen vor echtem Tiefschnee. 7 km hatten wir bereits hinter uns. Einer fehlte noch zum Ziel. Wir gingen drauf los, und bemerlten schnell, dass wir nun an unsere Grenzen kamen. Es ging bergab und wir sanken extrem im Schnee ein. Dies war ein extrem anstrengender Abschnitt. Astrid fürh mit dem Schlitten voraus. Nach ca. 500 Metern holten wir auf, und konnten nicht mehr weiter. Der Schnee wurde einfach zu tief, und war nicht mehr zu bewältigen. Knapp vor dem Ziel mussten wir also kehrt machen. Wir rackerten uns also wieder die 500 Meter zur Abzweigung hoch. Das war eine Schinderei sondergleichen! Oben angekommen waren wir alle ziemlich am keuchen. Wir legten hier eine kurze Rast ein, und ließen uns die selbstgebackenen Küchlein von Astrid schmecken. Damit wurden wir wieder gekräftigt, und wir machten uns daran, wieder abzusteigen. Nach etwas mehr als 4 Stunden kamen wir dann wieder zum Ausgangspunkt zurück. Es war einfach toll.

Die Ausrüstung wurde verstaut, die Hunde versorgt, und wir machten uns auf den Weg nach Maria Schutz, um beim Kirchenwirt einzukehren. Gestärkt mit "Klostersuppe" (ja, wirklich!) und wieder aufgewärmt, machten wir uns gegen 15:30 dann alle auf den Heimweg. Es war ein einzigartiger Tag, der nach Wiederholung schreit! Nochmals Danke an Astrid für den Streckenvorschlag!


















Der Beginn und die erste Hündin: Laika

Nach dem Verlust unserer ersten Hündin "Laika" (Eine Mixhündin unbekannter Eltern) wollte ich an sich keinen Hund mehr haben. So schön das Zusammenleben mit ihr war, inklusiver aller Probleme die ein Hund im Haushalt so mitbringt, die Krankheit der letzten 2 Jahre ihres Lebens (Diabetes) mit den täglichen Insulinspritzen für sie, entschied ich mich, nie wieder einen Hund zu nehmen. Sie wurde nur 8 Jahre alt. (Bild rechts: Laika als Welpe)

Mit der Zeit gewöhnte ich mich wieder an saubere Räume ohne Hundehaare, reine Kleidung, und die Tatsache dass ich nicht immer bei Wind und Wetter raus musste. So kam mir eigentlich nie die Frage nach einem neuen Hund in den Sinn. Man konnte tun und lassen was man wollte, ohne immer darauf Rücksicht nehmen zu müssen, dass man ein Tier mit hatte. Doch wie sagt man? Es kommt meist anders als man denkt!

2002 begannen bei uns richtige Probleme mit Nachbars Katzen. Diese Biester waren nicht davon abzuhalten (ich hab echt alles versucht was es so am Markt gibt) unseren Garten zu verwüsten, Pflanzen auszugraben, in die Blumenbeete ihre Kacke zu vergraben, und es wurden immer mehr. Auf Anfrage bei diversen Behörden bekamen wir immer nur die Antwort: dagegen könne man nichts tun. Aber man dürfe auch nicht zur härteren Selbsthilfemitteln greifen. Super. Also quälten wir uns zwei Jahre mit dem Dreck der Nachbarskatzen bei uns ab. Speziell für unsere Kinder war dies ein Problem, da sie dauernd mit Katzenkot in Berührung kamen.

Da der Schaden jedes Jahr enorm war, überlegte ich eine gute Alternative, wie man diese Zimmertiger aus dem Garten bekommt, und diese hieß: Hund! Wieder war ich also beim Thema Hund angelangt, doch ich wollte doch keinen! Die Anschaffung eines neuen Mitbewohners sollte aber noch einige Zeit dauern, und auch wohl überlegt werden. In erster Linie ging es darum, was ich vom neuen Hund erwarte. Ich wollte einen liebenswürdigen, freundlichen, absolut gutmütigen Begleiter, bei dem ich mir Punkto Kinder keine Gedanken machen musste. Ich wollte einen schönen Hund. Ich wollte einen Jäger, der uns den Garten von ungebetenen Gästen sauber hielt und ich wollte einen selbständigen Hund, der auch ein wenig stur sein durfte. Von allen Rassen die ich mir so vorstellte, kam irgendwie keiner wirklich in Frage.

Da erinnerte ich mich an "Bärli", einem "Tankstellenhund" im 11. Wiener Gemeindebezirk. Groß, absolut freundlich, stur, eine wunderbare Erscheinung eben. Er hatte es mir schon damals als ich ihn das erste Mal sah, angetan. Bärli war ein "Esquimau" - ein dem Alaskan Malamute ähnlicher Hund, nur etwas rauher. Erkundigungen erbrachten aber sofort, dass diese Rasse bei uns nicht zu haben war. Also machte ich mich auf die Suche nach einem Equivalent zu "Bärli", und es musste eine Hündin sein, da ich vor Rüden eine Abneigung hatte. Ich hasste die "Markierereien" und das Dominanzverhalten der Rüden generell. Durch Zufall wurde ich dann im Mai 2004 in der Kronen Zeitung auf ein Inserat aufmerksam: Alaskan Malamute Welpen abzugeben ...

Keine Ahnung von FCI oder sonstigen "Rassestandards" rief ich die angegebene Telefonnummer an, und ließ mir von Thomas (dem Züchter aus Perchtoldsdorf) einiges über diese Hunde erzählen. Das war ein Dienstag, und wir machten uns einen Termin für Freitag aus, damit ich mir die "Kleinen" ansehen konnte. Doch mich ritt nun der Teufel. Ich musste diese Hunde einfach am selben Tag sehen. Also rief ich nochmals an, und überrraschte den etwas verwunderten Thomas mit meinem Wunsch, noch am selben Tag zu ihm zu kommen, um mir die Hunde anzusehen. ich durfte, also fuhr ich gegen Mittag sofort los.


Anka beim Zieleinlauf (Leine wegretouschiert) in Rohr im Gebirge
zur Österreichmeisterin 2007 in der Kategorie Canicross.

Die Adresse war schnell gefunden, und als ich läutete, kam mir schon eine schöne Hündin entgegen und begrüßte mich absolut freundlich. Das war es! So einen Hund wollte ich. Ich wurde hineingebeten, man bügrüßte sich, und ich konnte mich vor Neugier nicht mehr halten. ich wollte die Welpen sehen. Ich stellte mir so kleine, niedliche Hundsis vor. 16 Wochen seien sie alt, sagte mir Thomas, und öffnete die Tür des Zwingers, den ich aber nicht einsehen konnte. Da kamen sie! Eine Horde wildgewordener Junghunde, die absolut nicht wie Welpen aussahen! Ich fühlte mich ein wenig verarscht, und fragte nochmals nach dem Alter, während die Bande über mich herfiel und abschmuste. 16 Wochen! Kein Zweifel, es waren eben keine Yorkies, sondern Hunde!

Nun wollte ich mich an die Auswahl eines Favoriten machen, und selektierte zwischen Mädchen und Buben, doch zu mehr kam ich nicht. die einzige schwarz/weisse Hündin nahm mich schon in Beschlag, und ließ nicht locker. Egal was ich tat um auch die anderen ansehen zu können, ich hatte keine Chance mehr. Tja, die Würfel waren also gefallen. Nicht ICH suchte mir meinen Hund aus, sondern der Hund MICH. Ich erfuhr, das die Kleine bereits kurz auf einem Platz war, aber wegen plötzlicher, schwerer Krankheit der Besitzerin wieder zurückgekommen ist, und sie auch bereits auf den Namen "Anka" hörte. Sie war es. Diese Hündin wollte ich haben. Als ich Thomas fragte, ob sich sie gleich mitnehmen könne, war er zuerst ziemlich erstaunt, aber er nahm sich die Zeit und bereitete alles vor. 1 Stunde später waren wir schon am Heimweg, und ich konnte es nicht erwarten zu Hause unseren Familienzuwachs zu präsentieren.

Anka wurde am 15. Jänner 2004 geboren. Als wir die "Kleine" bekamen, hatte sie mit 16 Wochen bereits 15 kg! Sie lebte sich sehr schnell ein, und füllte den Tag mit ihrem Treiben ziemlich aus. "Anka" durfte den ganzen Tag bei mir sein. Egal ob in der Arbeit im Büro oder unterwegs. Wir wurden ein eingespieltes Team. Das Katzenproblem in unserem Garten erldigte sie innerhalb kürzester Zeit, und die Zimmertiger vermieden es "auf Besuch" zu kommen.

Wir machten alles gemeinsam, und wir begannen auch uns für den Sport zu interessieren. Doch da waren wir beim ersten Problem angelangt. Niemand in den bekannten Clubs wollte Hunde ohne Papiere. Also was macht man? Wir gründeten unseren eigenen Club, den AMCG:

Und er wurde größer und wir wuchsen und wurden über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Anka und ich waren mitterweile ein eingespieltes Team, wir trainierten so oft es ging, und sie wurde immer stärker und besser. Trotzdem war es nur ein Hund, und ich wollte mehr. Obwohl ich niemals die Ambitionen hatte an Rennen teilzunehmen, wollte ich doch ein leistungsfähigeres "Gespann" haben, und eine Kameradin für Anka. Doch da begann das nächste Problem: Anka ist eine extrem dominante Hündin und würde sich mit einer "Konkurrenz" nicht verstehen. Und ich wollte nach wie vor keinen Rüden ... bis zum Tag als ich von unserem zukünftigen Zuwachs erfuhr: "Alaskan Kitaro", einem Siberian Husky aus dem Tierheim Dechanthof ...


Kitaro das erste Mal auf einem Stake-Out. Der Hund ist einfach super
brav, und um nichts auf der Welt würde ich ihn oder Anka wieder hergeben.

Am 21. Mai 2006 haben wir dann Zuwachs bei uns bekommen. "Alaskan Kitaro" ein Siberian Husky Rüde. Ein wunderschöner, liebevoller Kerl, geboren am 10. September 2004. Wir haben ihn über ein paar Ecken aus einem Tierheim in Niederösterreich. Kitaro wurde voll in unsere Familie integriert, und genoss von Anfang an seine sportliche Ausbildung. Auch ich legte meine Aversionen gegen Rüden ab, und mittlerweile sind wir ein eingespieltes Dreierteam, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen kann. Die Hunde zeigen ihr Vertrauen mir gegenüber jeden Tag aufs neue, und das ist schön.

>>> Hier findet ihr Kitaros Geschichte, und wie er zu uns kam <<<

Leider wurden am 1. Juni 2006 alle meine Pläne von einer sportlichen Zukunft mit den beiden Hunden abrupt gestoppt. Ein Vorangnehmer "schoß" mich am Heimweg ab, und der Traum platzte im selben Moment. Morgens wollte ich die beiden Hunde noch in die Arbeit mitnehmen, ließ es aber im letzten Moment bleiben. Anka hätte (bedingt durch die Beschädigungen auf der Wagenseite, wo ihr Platz war) keine Chance gehabt. Bedingt durch die Verletzungen die ich mir dabei zugezogen hatte, war es aus mit dem notwendigen Training um eine Karriere am Trail zu machen. Trotzdem ließ ich mich nicht entmutigen, und wir sind eben nur mehr Just-for-Fun unterwegs, nehmen aber an keinen Rennen teil. Trotzdem schaffte "Anka" aufgrund ihres Trainingsstandes von vorher, im Oktober 2006 den Lauf zur "Österreichischen Meisterin" in der Kategorie Canicross.

"Kitaro" entwickelte sich in der Zeit immer mehr zu einem "Leader", und führt mittlerweile unser kleines D-Team an. Mit dem Bike sind wir so oft es geht unterwegs, auch bei Wanderungen sind die beiden immer dabei. Es macht ihnen Spaß, und ich kann sie doch ein wenig auslasten. Nachdem dann im Juni 2008 ein weiterer Unfall mit mehreren gebrochenen Rippen folgte (die aufgrund von Fehldiagnosen und falscher Behandlung nicht heilten) war es vollends vorbei mit dem Traum eines Starts an einem Rennen. Egal, wir haben trotzdem unseren Spaß, und das ist auch gut so.

Wir widmen diese Seiten unseren beiden Hunden und auch allen anderen Liebhabern dieser liebenswerten Pelzpfoten.

Zum Nachdenken:

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du. (Mahatma Gandhi)

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Datum Seite Kurzbeschreibung
04.02.2012 Startseite Semmering Snow Shoeing


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